Beim genaueren Betrachten von Cannabisblüten fallen oft kleine, haarähnliche Strukturen auf, die die Knospen umgeben. Diese faszinierenden Merkmale, bekannt als Stigmen, sind nicht nur dekorativ, sondern spielen eine entscheidende Rolle in der Biologie und Fortpflanzung der Cannabis-Pflanze. In diesem Beitrag erforschen wir, was Stigmen sind, wie sie sich entwickeln und warum sie für den Anbau von Cannabis wichtig sind.

Definition der Stigmen auf Cannabisblüten

Die sogenannten „Haare“ auf Cannabisblüten sind technisch gesehen die Stigmen des weiblichen Blütenstandes. Stigmen sind dünne, fadenförmige Strukturen, die Teil des Stempels – des weiblichen Fortpflanzungsorgans der Pflanze – sind. Diese können in einer Vielzahl von Farben erscheinen, darunter häufig Weiß, Gelb, Orange, Rot und sogar Braun, je nachdem, in welchem Stadium der Blüte sich die Pflanze befindet.

Funktion und Bedeutung der Stigmen

Stigmen sind entscheidend für den Fortpflanzungsprozess der Cannabis-Pflanze. Ihre Hauptaufgabe ist es, Pollen aus der Luft zu fangen, der von den männlichen Cannabis-Pflanzen produziert wird. Wenn der Pollen erfolgreich ein Stigma erreicht, kann er die darunter liegende Eizelle befruchten, was zur Samenbildung führt.

Während der Blütephase:
  • Stigmen sind zuerst weiß oder cremefarben und sehr klebrig, was ihnen hilft, Pollen effektiv zu fangen.
  • Wenn sie Pollen aufnehmen, beginnen sie, sich zu verfärben und können Orange, Rot oder Braun werden.
  • Die Verfärbung und das Eintrocknen der Stigmen gegen Ende des Wachstumszyklus sind oft ein Zeichen dafür, dass die Pflanze reif zur Ernte ist.

Beobachtung der Stigmen für optimale Ernte

Für Cannabiszüchter sind die Stigmen ein wichtiger Indikator für den richtigen Erntezeitpunkt. Obwohl viele andere Faktoren, wie die Trichom-Reife, ebenfalls berücksichtigt werden sollten, bietet die Beobachtung der Stigmenfarbe einen guten Anhaltspunkt für die Reife der Pflanze:

  • Eine Mehrheit an milchigen oder bernsteinfarbenen Trichomen und dunklen Stigmen deutet meist darauf hin, dass die Pflanze ihre psychoaktiven Höchstwerte erreicht hat und bereit für die Ernte ist.

Schlussfolgerung

Die haarähnlichen Strukturen auf Cannabisblüten, die Stigmen, sind weit mehr als nur ein visuelles Merkmal; sie sind essentiell für die Reproduktion und bieten praktische Hinweise für Züchter. Ein besseres Verständnis ihrer Funktion und Entwicklung kann Cannabiszüchtern helfen, ihre Pflanzen effektiver zu pflegen und den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen. Indem man die Natur dieser empfindlichen Strukturen schätzt, kann man die Qualität und den Ertrag der eigenen Cannabisproduktion maximieren.

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